Will ich führen?
Die innere Entscheidung vor jeder Führungsrolle.
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ToggleHaben Sie sich diese Frage je gestellt – und für sich beantwortet?
- Wenn ja, brauchen Sie nicht weiterzulesen.
- Wenn nein, könnte dieser Führungsimpuls für Sie relevant sein.
Wie Menschen in Führungsverantwortung gelangen und was dabei oft ungeklärt bleibt
In meiner 1:1-Arbeit mit erfahrenen wie auch angehenden Führungskräften erlebe ich immer wieder, dass viele sich die Frage „Will ich führen?“ nie bewusst gestellt haben – geschweige denn beantwortet. Auf die Frage, wie sie in ihre Führungsposition gekommen sind, höre ich dann Sätze wie:
„Man hat mich da hineingeschubst“, „Man brauchte jemanden“ oder „Ich bin von der Familie vorgesehen“. Selten höre ich hingegen: „Ich will führen und Verantwortung übernehmen, weil ich gestalten will.“
Oft werden Menschen aus organisatorischer Notwendigkeit heraus in Führungspositionen befördert, ohne dafür vorbereitet zu sein. In anderen Fällen rücken sie nach, weil es an Alternativen mangelt oder weil sie schlicht verfügbar sind. Wieder andere sind früh verplant, weil sie als Nachfolge gesetzt sind. Unabhängig vom individuellen Weg in die Führungsrolle stellt sich meines Erachtens jedoch für jede Führungskraft dieselbe zentrale Frage:
Will ich führen?
Und warum überhaupt.
Warum diese Frage keine Nebensache ist
Diese Frage ist keine formale, sondern eine existentielle – für das Unternehmen und für die Menschen, die in ihm arbeiten. Sie zielt auf die innere Bereitschaft, Verantwortung wirklich zu übernehmen, auch dort und dann, wenn es unbequem wird und Entscheidungen nicht allen gefallen.
Wer diese Frage für sich nicht beantwortet hat, kann zwar führen, im Sinne von Aufgaben verteilen, Prozesse steuern und Ergebnisse einfordern. Doch das innere Fundament, auf dem verlässliche Führung ruht, bleibt brüchig. Führung wird dann schnell zu etwas, das „gemacht wird“, statt zu etwas, das aus einer bewussten inneren Entscheidung heraus gelebt wird.
Für Organisationen mag dieser Unterschied zunächst unscheinbar wirken. Für die Menschen in ihnen ist er es nicht. Denn dort, wo Führung innerlich bewusst bejaht und Verantwortung angenommen wird, entstehen Orientierung, Verlässlichkeit und eine Klarheit, die aus innerer Standfestigkeit erwächst.
Wo dieses innere Ja und das dahinterliegende Warum ungeklärt bleiben, entstehen Unklarheit, Ausweichen und ein Führungsvakuum, das früher oder später von anderen Dynamiken gefüllt wird, etwa durch verdeckte Machtspiele oder durch den stillen Rückzug derjenigen, die eigentlich auf klare Führung angewiesen wären.
Führung braucht ein inneres Ja – zur Verantwortung
Sich diese Frage zu stellen bedeutet daher nicht, sich selbst in Frage zu stellen, sondern Verantwortung für die Führungsaufgabe und die eigene Wirkung zu übernehmen. Es ist eine aufrichtige Reflexion und Auseinandersetzung mit beispielsweise Fragen wie diesen:
- Bin ich innerlich bereit, meine Führungsrolle in ihrer ganzen Verantwortung zu tragen?
- Und wenn nicht: Was braucht es, um entweder in diese Führungsrolle hineinzuwachsen oder sie ehrlich zu verlassen?
Führung beginnt nicht mit einer Beförderung, sondern mit einer inneren, reflektierten Entscheidung, Verantwortung zu übernehmen. Alles, was danach kommt, baut auf dieser Entscheidung auf und wirkt in die Organisation hinein.
Bewusst in Führung gehen
In meiner Preboarding-Arbeit begleite ich Führungspersönlichkeiten dabei, ihr inneres Fundament für Führung zu klären und sich bewusst auf ihre Führungsrolle vorzubereiten, damit sie ihren Start von Anfang an wirksam und für die Organisation tragfähig gestalten können.
Wenn Sie Ihre Führungsrolle aus innerer Klarheit heraus gestalten möchten, begleite ich Sie gerne dabei.
Mit herzlichen Grüßen,
Ihre
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